Gedichte

Ganz kurz nach Erics stiller Geburt habe ich angefangen Gedichte die ich von Freunden bekam, oder selbst irgendwo gelesen habe zu sammeln, um somit meine momentane Stimmung auszudrücken.

Meist handelten diese Gedichte von der Trauer und dem Tod. Später kamen noch einige Sachen über Freundschaften hinzu.

Diese "Sammlung" habe ich hier aufgeschrieben, und ich werde sie immer wieder ergänzen.
Sollten Gedichte dabei sein, die von jemandem von euch sind, so teilt mir das bitte mit,
und ich werde sie von meinen Seiten entfernen. Vielleicht möchtet ihr meine Sammlung aber auch ergänzen? Ich würde mich freuen, eure besonderen Gedichte hier mit übernehmen zu dürfen.

 

 

Die Regenbogenstrasse

Eines Tages gehe ich den selben Weg wie mein geliebtes Kind vor mir
und überquere die Schwelle des Lebens.

Ich laufe über die Regenbogenstrasse.

Am Ende dieser Strasse sehe ich einen grossen Spielplatz und leuchtende bunte Farben,
so wie Kinder sie lieben.
Auf der Wiese spielen die Kinder vergnügt miteinander.

Auf einmal springt ein Kind aus der Gruppe heraus und kommt auf mich zu.
Es schaut mir tief in die Augen, ich erkenne mein Kind.

Es nimmt meine Hand und und sagt: Mama, komm lass uns spielen.
Wir toben, spielen und schmusen.

 Es ist als wäre es nie anders gewesen,
alle Schmerzen,
alles Leid und die vielen Tränen sind vergessen
und wir sind für immer eins.

Nichts kann uns mehr trennen.





Mutterliebe

Die Sterne sind nun dein Zuhaus',
ich konnte dich nicht halten;
Am abend leuchten sie zu Hauf',
meine Lieb' wird nie erkalten.

Du bist im Wind der mich liebkost,
im Regen der mich küsst;
 Nun endlich lasse ich dich los,
weil du stets bei mir bist.

Du schenkst mir warme Sonnenstrahlen,
wenn ich verzweifelt bin;
Du wirst mir bunte Blätter malen,
erhellst mir meinen Sinn.

Ich schick dir einen Luftballon,
mit Liebe prall gefüllt;
 Er steigt gen Himmel, fliegt davon,
und Freude mich umhüllt.

Ich denk' an dich an jedem Tag,
ich hab' dich nie verloren;

 Niemand ahnt, wie ich dich mag,
denn ich hab dich geboren.

 





Mein Sohn

Ich kenne dein Gesicht
- ohne je die Farbe deiner Augen gesehen zu haben.

Ich spüre noch immer Deine Berührungen
- ohne daß mich deine kleinen Hände je gestreichelt haben.

Ich sehe deinen kleinen Mund vor mir
- ohne daß ich ihn je Mama sagen hörte.

Ich hielt dich in meinem Arm
- ohne dich je in den Schlaf gewiegt zu haben.

Ich habe dich geboren
- ohne dir Leben geschenkt zu haben.

(Kerstin Läger)

 





Wenn du jemals ein Kind verlierst,
wie es mir geschehen ist,
 dann wirst du die andere Seite der Wahrheit kennen.
Du wirst verstehen,
was es bedeutet, vernichtet zu sein
und doch jeden Tag aufzustehen
und den Kessel mit Wasser zu füllen.

Du wirst den Dampf aus dem Kessel steigen sehen und weinen.
Du wirst behaupten, es sei alles in Ordnung.
Du hast ein Staubkorn ins Auge bekommen.

 Das ist alles.

Auf der Straße werden Tränen
auf den Gehsteig tropfen und deine Schuhe füllen.
Sag, die Sonne schiene dir in die Augen.
Wenn du deine Trauer zeigst,
vergeht sie nicht.
Wenn du sie verbirgst,
vergeht sie nicht.
Sie ist für immer und ewig bei dir,
aber es gibt vielleicht eine Stunde,
in der du dich nicht erinnerst.

Einen Abend,
an dem der Himmel blau wie Tinte ist.
Einen Nachmittag,
an dem deine Tochter hinter einer Grille herläuft,
die sie niemals fangen wird.

 Flüstere den Namen deines Babys.

Dann sei still.

 




Die wir lieben,
sind nur geborgt.
Wann sie gehen,
entscheiden wir nicht.
Wir entscheiden,
ob wir die Erinnerung
als Geschenk annehmen wollen.






Segen der Trauernden

Gesegnet seien alle,
die mir jetzt nicht ausweichen.
Dankbar bin ich für jeden,
der mir einmal zulächelt
und mir seine Hand reicht,
wenn ich mich verlassen fühle.

Gesegnet seien die,
die mich immer noch besuchen,
obwohl sie Angst haben,
etwas Falsches zu sagen.

Gesegnet seien alle,
die mir erlauben
von dem Verstorbenen zu sprechen.
Ich möchte meine Erinnerungen
Nicht totschweigen.
Ich suche Menschen,
denen ich mitteilen kann, was mich bewegt.

Gesegnet seien alle,
die mir zuhören,
auch wenn das, was ich zu sagen habe,
sehr schwer zu ertragen ist.

Gesegnet seien alle,
die mich nicht ändern wollen,
sondern geduldig so annehmen, wie ich jetzt bin.

Gesegnet seien alle,
die mich trösten und mir zusichern,
daß Gott mich nicht verlassen hat.

(Marie-Luise Wölfing)

 





Wenn Engel reisen....

mitten im tagwerk inne halten
mich setzen müssen
wie ein weicher zwang
zu wissen
mich trotz eiseskälte jetzt im feuer wälzen

mit brennenden gegenständen
in der hand
blassen bildern im kopf
melodien aus deiner zeit
um dich für momente bewusst wieder zu holen
in meinen alltag

manchmal glück haben
beim anblick der vertrauten dinge
von denen ich mich trennen wollte
und merken
das du engelchen doch nicht ewig schläfst
plötzlich gezwungen zu ahnen
das du heimlich etwas zurechtrückst
fäden knüpfst in meinem leben

leise meinen kopf meine hand
mein herz berührst
kleine ärmchen die sich von hinten
um meinen hals legen
ein köpfchen das sich wieder an meine wange schmiegt

dann manchmal
schaffe ich es trotz herzjagen
und nassem gesicht
ganz selten aber nur
sehr sehr ruhig zu sein
gespannt zu lauschen
um ihn dann zu hören

DEINEN FLÜGELSCHLAG

und immer wieder ist es neu
immer wieder anders wie du mir begegnest
oft nur geahnt... selten gespürt
aber immer geheimnisvoll
immer bezaubernd
diese zwiesprache
wärend wir beide sand mit sternchen mischen

ich mit meiner lächerlich irdischen freude
du mit deiner engelsgeduld
was tun ?
fliegen mit dir ?
weiterlaufen mit deiner schwester?
du legst mahnend
deinen zeigefinger auf die lippen
um diesem denken schweigen zu gebieten

komm weiterhin in diesen momenten
verleihe mir flügel für kurze zeit
und dann gehe wieder
ohne fußspuren oder
fingerabdrücke zu hinterlassen
wie schon einmal in meinem leben

geh wieder zurück tief gaaanz tief
nach hause in das mammaherz
und schlaf weiter
mein engel

bis zum nächsten mal

mom

(Kornelia)

 

 

Schweigen

Es gibt Momente im Leben
Gefühle die so stark sind
da wäre jedes gesprochene Wort zuviel.

Da hilft nur Schweigen
als einzig ehrliche Sprache!


 

Du hast das Recht,

deine dunklen Stunden zu durchleben
und dich nicht durch billige Sprüche aus ihnen herauslocken zu lassen. 
Schon der Versuch ist eine Entwürdigung deiner inneren Wirklichkeit.

Du bist auch deine Dunkelheit.
 Die Abgründe und Widersprüche gehören auch zu dir.
Die Schatten geben deinem Leben Tiefe und Menschlichkeit.

Wer mit dir in Beziehung tritt, sollte wissen,
daß diese Seite zu dir gehört.
Wer sie in dir ablehnt, hat nicht das Recht,
sich deinen Freund und deine Freundin zu nennen.

Manche geben dir nicht das Recht auf diese Seite in dir.
Sie erwarten, daß du sie unterschlägst und das Glück vorspielst.

Vielleicht haben sie weniger Angst für dich als für sich selbst, 
weil sie durch dich an das Unoffene in sich selbst geraten

Wenn sie darum dir helfen wollen,
geschieht es nicht, um Dir zu helfen,
sondern sich selbst.

Du hast ein Recht auf deine Trauer.
Du darfst dich deinen Verlusten widmen,
mußt nicht verdrängen, was dich beschwert.

Du hast ein Recht, das abzutrauern,
was dich so tief enttäuscht hat
und was du nicht ändern kannst.

 Du hast ein Recht auf deine Tränen,
auf dein Schweigen,
auf deine Ratlosigkeit,
auf deine innere und äußere Abwesenheit.

Du mußt nicht den Glücklichen spielen,
nicht über den Dingen stehen.

Du hast ein Recht, die wegzuschicken,
die dich mit Gewalt aus deiner Trauer herausholen wollen,
weil deine Trauer sie selbst bedroht.

Du hast ein Recht auf deine Trauerzeit.

Du hast ein Recht, mit denen nicht reden zu wollen,
die dir ein schlechtes Gewissen machen
für deine Dunkelheit und Trauer.
 Die mit Sprüchen kommen
und dich mit diesen Sprüchen unter Druck zu setzen versuchen.

Du hast ein Recht auf deine Trauerstille.

-aus Ulrich Schaffer „Grundrechte" -




Du bist wahr und warst da,
an meinem Herzen,
in meinen Tränen.
Mein Leben jetzt ist ein Sehen
an Deine kurze Zeit in mir,
mit Dir möchte ich mich lehnen.

Lebewohl mein Kind!




Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
 Das eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.

Doch dieses eine Blatt allein,
war Teil von unsrem Leben.

Drum wird uns dieses Blatt allein,
für immer, immer fehlen.




Die Trauer um Dich

Mit jedem Haufen Erde,
welches in die Grube gestreut wurde,
verlor ich ein Stück von Dir.

Die Trauerblumen liegen auf ihrem Platz,
die Rede ist beendet,
die Angehörigen und Freunde sitzen zusammen,
reden, essen und trauern !

Nur ich habe mich davongeschlichen,
um an Deinem Grabe zu stehen,
um bei Dir zu sein !

Doch Du bist weit weg.
Ich weine, erzähle von unserer schönen Zeit,
und es fängt an zu regnen.

Ich bleibe bei Dir, die ganze Nacht!

Am Morgen,
die ersten Besucher sind schon da,
mache ich mich auf dem Heimweg,

Ich habe keine Tränen mehr,
ich bin alleine, und mein Herz ist gestorben !

In dieser Nacht
habe ich Dir ein 2. Mal mein Herz geschenkt,
und es wird immer Dir gehören !!!

(Sandra Demmin)


Allein

Allein - mit der Trauer und den Tränen,
 die nie zu versiegen scheinen.

Allein - mit der Liebe für das Kind,
daß nie leben durfte.

Allein - mit der Angst verlassen zu werden,
von den Menschen die ich liebe.

Allein - kämpfend
um die Erinnerung wachzuhalten.

Allein - hoffend
auf Verständnis der Menschen die mit mir leben.

Allein -
mit der ohnmächtigen Wut auf das Schicksal.

Allein - betend,
daß sich das Blatt noch ein- mal wendet.

Allein -
mit den Vorwürfen und dem Zweifeln am Selbst.

Allein -
umgeben von Menschen und doch allein.

Allein -
mit der endlosen Leere in mir.

Allein - wartend auf eine Aufgabe,
ein neue Herausforderung,
die das Leben lebenswert macht.

Allein -
trotz der Liebe und angebotenen Hilfe der Menschen,
die mich lieben.

Allein -
in dem tiefen, schwarzen Nichts,
daß mich umgibt.

 Allein - abwartend,
daß der unsägliche Schmerz nachläßt,
und den schönen Erinnerungen Platz macht.

Allein -
begleitet von liebenden Menschen,
trotzdem allein im Leid.

Niemand kann helfen,
nur lindern und versuchen zu verstehen,

aber unser Schicksal und Leben müssen wir selber meistern
- und zwar Allein.

 

 

Weißt du was du bist?

Du bist ein Wunder.
Du bist einzigartig.
In all den Jahren, die vergangen sind,
hat es nie ein Kind wie dich gegeben.

(Pablo Casals)

 

 

Weine nicht,
wenn du mich liebst Der Tod bedeutet nichts.
Ich bin nur auf die andere Seite gegangen.

Ich bin ich.
Du bist du.

Das,
was wir füreinander waren,
wir sind es immer noch.

Gib mir den Namen,
den du mir immer gegeben hast.

Sprich zu mir,
wie du es immer getan hast.

Verwende keinen anderen Ton.
Nimm keinen salbungsvollen oder traurigen Ton an.

Fahre fort über das zu lachen,
was uns zusammen lachen gemacht hat...

Bete, lache, denke an mich, bete mit mir.
Dass mein Name zu Hause ausgesprochen wird,
wie er es immer wurde,
ohne irgendeinen schwülstigen Ton,
ohne eine Spur von Schatten.

 Das Leben bedeutet das,
was es immer bedeutet hat.

Es ist, was es immer gewesen ist;
der Faden ist nicht durchtrennt.

Warum sollte ich außerhalb deines Blickes sein!

Ich bin nicht fern,
nur auf der anderen Seite des Weges...

Du siehst, alles ist gut.

Du wirst mein Herz wiederfinden,
du wirst geläuterte Zärtlichkeiten wiederfinden.

Trockne deine Tränen,
und weine nicht, wenn du mich liebst.

(Augustinus - freie Übersetzung von C. von Herz-Groß)


An meinem Grab
wein´ nicht um mich,
der hier schläft,
das bin nicht ich.

Ich bin der Wind, der Dich umbrist.
Ich bin die See, die Dich umfließt.

Ich bin der warme Sonnensegen.
Ich bin der sanfte Morgenregen,
 wenn Du erwachst zu früher Stunde.

Ich bin der Vogel in kreisender Runde,
auf Schwingen gleitend in würdiger Macht.

Ich bin der Sternenglanz der Nacht.

Drum steh´ nicht weinend hier,
denn sieh´:
Ich bin nicht hier, ich sterbe nie.

 

 

Wie gerne hätte ich dir meine Welt gezeigt,
vielleicht zeigst du mir eines Tages deine?

Wie gerne würde ich dich beschützen
vielleicht beschützt du jetzt mich?

Nun bin nicht ich es
die dir etwas beibringt sondern DU mir.

Durch DICH weiss ich erst wie stark ich bin.

 

 

Für einen Augenblick bleibt die Erde stehen
 und ein sanfter Sonnenstrahl tastete sich behutsam durch die Wolkendecke,
        er war klein und leuchtete sehr hell in das Leben derer , die ihn trafen.

Wir ahnten nicht,
dass er keine Chance bekommen würde,
noch heller zu werden.

Kleiner Sonnenstrahl,
wir können es nicht begreifen,
dass du nicht mehr bei uns bist
und vermutlich werden wir es nie verstehen.

 Wir haben tausend Fragen,
auf die es keine Antworten gibt.

 Eines möchten wir dir sagen:
Danke, dass du bei uns warst.

Es war ein wunderschöner Augenblick
und dein Licht wird immer in uns weiterleuchten.


Tränen

Ich liege hier und starre die Decke an.
Noch immer spüre ich die salzigen feuchten Spuren,
die meine Tränen in meine Wangen gegraben haben.

Es ist schon lange her,
daß ich um jemanden geweint habe
und ich hatte schon fast vergessen,
wie es sich anfühlt,
seine Gefühle einfach aus sich heraus zu schluchzen.

Mit jeder Träne
ist ein Teil von Dir
durch meine Augen aus mir herausgepresst worden,
nur,
um noch ein letztes Mal
zärtlich über meinen Hals zu streicheln,
schließlich auf meinem Herzen zu vertrocknen
und auf diese Weise
doch wieder zu einem Teil von mir zu werden.

Neben mir liegt ein Päckchen Taschentücher,
doch ich werde sie nicht benutzen
um meine Erinnerungen an Dich einfach von mir abzuwischen.

Ich werde warten,
bis die letzte Träne ihre Reise beendet hat.

 Denn nur so kann ich Dich,
wenn auch nicht in meinen Armen,
 aber wenigstens in meinen Träumen
für den Rest meines Lebens festhalten.


Tränen im Herz

Siehst du die Tränen in meinem Gesicht?
Unaufhaltbar, das möchte ich nicht,
doch sie treten einfach ein,
bei den Gedanken an Dich...

Ich streiche sie aus meinem Gesicht,
kann nicht lächeln,
es geht einfach nicht...

Alles ist gebrochen mein Herz
ich fühle diesen Schmerz
wie er sich ausbreitet in mir

 Ich wünschte mir du wärest jetzt hier
doch du bist einfach weg
und ließest mich zurück

allein mit diesem Schmerz
und es traf mich...

 Mitten ins Herz.....


Stern in meiner Nacht
deinen Namen kenn' ich nicht

 doch du erhellst meinen Weg
mit weichen Schattenlichtern aus dunkelblauem Samt

Stern
darf ich Dich Hoffnung nennen ?


Hoffnung

Sieh nicht in meine Augen,
zuviel Schmerz wirst du darin finden
zuviel
Sehnsucht in der Dunkelheit
und Narben die nicht mehr verschwinden.

Ist es das was du in mir siehst?

Ist das alles was ich dir zu denken geb,
oder hat es keinen Sinn?

Aber du sollst in mir lesen,
in meinem Herz in meiner Seele
wenn du das nicht kannst
geh weg bevor ich dich quäle.

Du kannst alles haben,
umarme meine Seele,
halte mein Herz in deinen Händen

Fühle wer ich bin,
und du kannst mein Schicksal noch wenden.

Entlocke mir die Liebe
die sich im Glanze meiner Augen bricht
nimm dir was du willst,
aber enttäusche mich nicht.


Jeder Freund ist wie ein Sonnenaufgang:

wenn er da ist,
erwärmt er das Herz,

ein Frösteln,
wenn er sich irgendwo,
weit hinter den Wolken, versteckt.

Und jede Nachricht wie ein Strahl,
der die Wolken durchdringt.

"Keine Angst, ich bin da, für dich."


Träne

Langsam rollt sie.

Die Wangen herunter.

Am Mund vorbei.

Am Kinn entlang.

 Dann tropft sie auf den Boden.

Wieder etwas von mir verloren.


Wenn Du die Rose wirklich liebst
dann liebst Du auch ihre Dornen,
 denn nur die Dornen
schützen Sie vor den Dieben.

Wenn Du die Sonne wirklich liebst
 dann liebst Du auch den Regen,
denn nur dann kann es den Regenbogen geben.

Wenn Du den Menschen wirklich
liebst dann liebst Du auch seine Fehler,
denn nur dann wird er bei Dir zuhause sein.


Auf dem Friedhof

Auf dem Friedhof sehe ich Gräber
schön gepflegt mit Blumen und Sträuchern.

Laßt mein Grab verwildern
und gebt mir zu Lebzeiten die Blumen.

(Kristiane Allert-Wybranietz)


Wenn ich im Glanz der Sonne
dein Lächeln nicht sehe.

Wenn ich im Gesang der Vögel
deine Stimme nicht höre.

Wenn ich in fremden Gesichtern
deines nicht suche.

Dann,
erst dann
bist du wirklich gestorben.

(Helga Hochmann)


Erinnerung

Der Abend kam.
Die Schatten fielen.
Rings an den Fenstern ward es hell.

 Die Kleine, müd vom Lauf und Spielen, lag mir am Fuß im Bärenfell.

Die nackten Beinchen hochgezogen, hielt sie in kleiner Hand den Stift
und füllte meinen schönsten Bogen mit Häkchen einer Runenschrift.

Rings war's so still, wie zum Gebete; der ems'ge Stift nur raschelt leis...

Es schrieb kein Dichter und Prophete sein Weisheitsbuch mit größrem Fleiß!

Da plötzlich schmeichelnd mit den lieben Äuglein mein Kindchen zu mir schlich:

"Weißt du, Papa, was ich geschrieben?"
"Ein Briefchen?" - "Ja." -
"An wen?" - "An dich!"

"Goldkind, an mich? Was steht darinnen?
 "Der Abend macht die Augen trüb..."

Und sie, nach lächelndem Besinnen:...
"Daß ich dich lieb hab', furchtbar lieb!"

Es floß ein letzter Sonnenschimmer ums Köpfchen ihr mit goldnem Hauch -

"Das schreibst du mir im selben Zimmer? Sag's mir doch laut, dann weiß ich's auch."

Da sah mich an das kleine Wesen und reicht' das Blatt mir lächelnd hin:
"Behalt's, Papa, dann kannst du's lesen, wenn ich mal nicht im Zimmer bin..."

.....O bittres Wort aus lieben Zeiten,
das du der Sehnsucht Flügel leihst!

Es schlug die Stunde längst zum Scheiden, und dieses Zimmer ist verwaist.

Von deinem Jauchzen, deinem Lieben, von all dem, was sie nie vergißt,
ist nur ein Blatt zurückgeblieben, das wirr und kraus bekritzelt ist.....

(Rudolf Presber)




"Wenn du einst an mich denkst,
dann soll keine Träne dein Anlitz trüben, nein!

Wenn Du an mich denkst
sollst Du in hellstem Glanz erstrahlen,
dich im Licht unserer schönsten Zeit nur aalen.

 Oder willst du etwa,
dass sich meine Seele plagt,
weil ich schon vorzugehen hab' gewagt?"

(c.putschögl, 2000)




Warum du?

Du bist von uns gegangen,
ohne einen Brief,
ohne Aufwiedersehn zu sagen.

Warum? Warum nur du?
Es gibt so viele Menschen,
aber gerade du musstest gehn.

Warum nur?
Alles was ich von dir habe,
ein altes Foto,
 aber,
obwohl du tot bist,
werde ich nicht weinen,
 sondern werde mich an die Zeit mit dir erinnern,
und froh sein, dich gekannt zu haben!




Ich wünsche dir Freunde,
die deine Träume für dich träumen,
wenn du nicht schlafen kannst.

Freunde,
die deine Tränen sehen, wenn du lachst,
die dir zuhören, wenn deine Stimme versagt.

 Freunde,
die dich auch dann noch kennen,
wenn du dich selbst längst vergessen hast.

(Toff)




Nicht der,
der mit dir lacht,
nicht der,
der mit dir weint,

nur der,
der mit dir fühlt,
das ist der wahre Freund!




Wenn die Freundschaft,
die du mir einmal versprochen hast,
für dich nur ein Scheck ist,
den du nach Belieben zücken kannst
oder auch nicht,
 dann bleibt ab heute
mein Schalter geschlossen ...

(Kristiane Allert-Wybranietz)



Wenn du fortziehen musst,
 Freunde verlassen,
 dann mag es sein,
dass tausende Kilometer
einander trennen.

Aber im Herzen
gibt es keine Kilometer.

(Kristiane Allert-Wybranietz)




Nicht alle Schmerzen

Nicht alle Schmerzen sind heilbar,
denn manche
schleichen sich tiefer und tiefer ins Herz hinein.

Und während Tage und Jahre verstreichen,
werden sie Stein.

Du sprichst und lachst,
wie wenn nichts wäre,
sie scheinen zerronnen wie Schaum.

Doch du spürst
ihre lastende Schwere bis in den Traum.

Der Frühling kommt wieder
mit Wärme und Helle,
die Welt wird ein Blütenmeer.

Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
da blüht nichts mehr.

(Richarda Huch)




ps:

dass du von einer Wolke lachst..
darüber hab ich nie nachgedacht.

J
etzt wo du da sitzt , weiß ich sehr...
wie man einen Menschen den man liebt vermisst!




AN EINEN HIMMELSBEWOHNER

Hallo du,
weißt du noch wie sie war?
Die Reise in den Himmel?

Sie war was Besonderes,
für dich wie für mich.

Ich saß nur da,
hab deine Hand gehalten,
mit dir gesprochen,
du konntest mir nicht antworten,
aber ich habe gefühlt
das du meine Worte in dir aufgenommen hast.

Es war still,
ich wusste es war Zeit
dich gehen zu lassen.

Du sahst mich an,
ein letztes mal,
Tränen liefen über dein Gesicht.

Es waren keine Tränen der Trauer,
 NEIN
es waren Tränen der Freude ,
die Freude darüber,
 ein Stück des Weges
mit mir gegangen zu sein.

Und ich hab dich gehalten,
einfach nur gehalten.

Hand in Hand,
sind wir über den Fluss gegangen.

Ohne Angst,
mit einem Lächeln im Gesicht
ließ ich dich zurück.

Ich werde meinen Weg bis zum Fluss gehen
und die Erinnerung an dich im Herzen tragen.




SPUREN IM SAND

Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herren.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigenen und die meines Herren.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen."

(Margaret Fishback Powers)




...und immer sind da Spuren deines Lebens,
Bilder, Augenblicke und Gefühle,
 die uns an dich erinnern und uns glauben lassen,
das du bei uns bist.




Zeit für Tränen

Wenn Trauer den Körper befällt,
und die Zeit die Linderung versagt.

Wenn Fäuste gegen Wände schlagen
und man vom Dunkel betört.

Wenn aus Liebe Angst wird
und Schmerz in Wut umschlägt

Wenn man mit Gewalt versucht zu halten,
was schon längst zerstört.

Wenn Kummer von Hass verdrängt wird,
die Seele dunkel von der Last die es trägt.

Wenn niemand da
der die Zeichen der Trauer versteht und hört.

Dann ist es Zeit - Zeit für Tränen!




Wünsche

Manchmal wünschte ich mir,
du könntest meine Gedanken hören.

Du könntest mit deiner Ehrlichkeit
meine Träume am Sterben hindern.

Du könntest das Dunkel hell machen - in dem ich lebe,
und nur noch auf die Zukunft hoffe.

Dein Lächeln ist das direkte Bild deiner Seele,
gib mir bitte deine Hand
und laß mich bei dir zu Hause sein.





Für die Welt bist du irgendjemand,
aber für irgendjemand bist du die Welt!





Als du geboren wurdest,
regnete es,
doch es war nicht der Regen,
sondern der Himmmel der weinte,
weil er den liebsten Stern verloren hat.






Das Schönste an einer Freundschaft ist,
nicht nur die ausgestreckte Hand,
das freundliche Lächeln,
sondern das Gefühl jemanden zu haben,
der Vertrauen schenkt!!!
 





Manchmal denke ich,
ich habe es geschafft,
habe den Gipfel fast erreicht.

Doch dann
kommen die Erinnerungen wieder.

Ein Lied! Ein Wort! Ein Gedanke!

Und schon rolle ich den Berg wieder hinab.
Vergessen werde ich Dich nie!

         Denn in meinem Herzen
trage ich immer noch unsere gemeinsame Zeit.

Die schönste Zeit meines Lebens.
Ich liebe Dich.
Für immer!






Es gibt geheime Türen im Palast deiner Seele,
die du allein niemals finden wirst...
nur ein anderer vermag sie zu öffnen
mit den Händen seiner Liebe.






Ich wünsche Dir einen Himmel voller Sterne

- Sterne,
die Dir den Weg weisen,
wenn du im Zweifel bist

- Sterne,
die für Dich leuchten,
wenn du Dich einsam fühlst.

Ich wünsche Dir einen Himmel der Dich beschützt.





Freunde sind wie Sterne,
du kannst sie nicht immer sehen,
aber du weisst sie sind immer da..





Freunde sind wie Laternen am Weg;
Sie machen den Weg nicht kürzer,
aber heller!




"Könnte ich einen Regenbogen einfangen
würde ich es tun,
nur für Dich und seine Schönheit mit Dir teilen
an den Tagen, wenn Du Dich einsam fühlst.

Könnte ich einen Berg bauen
der nur Dein eigener wäre,
einen Ort der Aufrichtigkeit, um allein zu sein.

Könnte ich Deine Nöte in Händen halten,
würde ich sie ins Meer werfen!

Doch all diese Dinge sind für mich unmöglich.

 Ich kann keinen Berg bauen
und Dir keinen Regenbogen einfangen!

Doch lass mich das sein,
was ich am besten kann:

 Eine Freundin, die immer da ist! "

 




"Und dann kehrt man heim mit gebrochenen Flügeln
und das Leben geht weiter, 
und es ist so als wär man nie dabei gewesen."  

(Ödon von Horwarth)





Ich denke Dein, wenn mir der Sonne Schimmer vom Meere strahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer in Quellen malt.
 
Ich sehe Dich, wenn auf dem fernen Wege der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege der Wandrer bebt.
 
Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen die Welle steigt.
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen, wenn alles schweigt.
 
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O wärst du da!
 
(Johann Wolfgang von Goethe)

 


 
Du warst-
 
das kann ich nicht hinnehmen,
es hört sich an wie: verloren.
 
Du bist-
 
und wirst es immer sein,
in meinem Herzen, meinen Gedanken,
meinen Träumen und in meiner Erinnerung.
 
(Marina Szczecinski)

 

 
 
Jedes Leben ist in der Tat ein Geschenk.
 Egal wie kurz, egal wie zerbrechlich.
 Jedes Leben ist ein Geschenk,
 welches für immer in unseren
Herzen weiterleben wird.

 
 

 
 
Alles hat seine Zeit ;
Es gibt eine Zeit der Liebe ,
eine Zeit der Stille ,
eine Zeit der Schmerzen - die Trauer -
und eine Zeit der liebevollen, dankbaren Erinnerung .
 
(frei nach dem Prediger Salomo -Kohelet)

 
 
 
 
Komm, wir bauen Brücken in die Einsamkeit,
tragen kleine Lichter in die Dunkelheit,
sprechen wieder Worte, wo das Schweigen wohnt
und erfahren staunend, daß sich Liebe lohnt.
 
(Manuela Hörmann)

 

 
 
Nähe

Ich fühle dein Licht.
Auch wenn im finsteren Raum
ich geschlossenen Aug's dir begegne
fühl ich dein Licht.

Ich trink deinen Atem.
Auch wenn schon lang dieses Zimmer
du leise verließest, trink ich darin
deinen Atem.

Ich höre dein Schweigen.
Auch wenn dein Mund mir verschlossen,
die Stimme verklungen, spricht zu mir in der Stille
dein Schweigen.
 
 
 
 
Vielleicht ist es kein Weggehen,
sondern ein Zurückgehen?
Sind wir nicht unterwegs
mit ungenauem Ziel und
unbekannter Ankunftszeit,
mit Heimweh im Gepäck?
Wohin denn sollten wir gehen
wenn nicht zurück nach Hause?

(Anne Steinwart)
 

 
Je länger Du tot bist,
um so mehr bist Du hier,
je weiter Du fort bist,
um so näher bei mir.

Du wirst mir notwendiger,
als das tägliche Brot ist -
Du wirst lebendiger,
je länger Du tot bist!

(Börries von Münchhausen)
 


 
Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe
die wir hinterlassen,
wenn wir weggehen.
 
(Albert Schweitzer)

 


 
...und meine Seele spannte,
weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.
 
(Josef Freiherr von Eichendorf)

 
 

Denk Dir ein Bild. Weites Meer.
Ein Segelschiff setzt seine weissen Segel
und gleitet hinaus in die offene See.
Du siehst, wie kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen,
verschwindet es.
Da sagt jemand: nun ist es gegangen.
Ein anderer sagt: es kommt.
Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont
ist nichts anderes als die Grenze
unseres Sehens.
Wenn wir um einen Menschen trauern,
freuen sich andere,
ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.

(Peter Streiff)

 




Sterben - was heißt "Sterben" ?

Ich bin immer noch da.
Ich bin im Zimmer nebenan.

Was ich für euch gewesen bin,
bleibe ich auch.

Nennt mich weiterhin so,
wie ihr mich immer genannt habt.

Redet mit mir,
wie ihr immer mit mir geredet habt.

Betet, lacht und denkt an mich.

Das Leben geht weiter,
das Band zwischen uns ist
nicht zerschnitten.

Warum sollte ich aus euren
Gedanken verschwinden?

Ich bin nicht sehr weit weg....
bloß auf der anderen Seite des Weges!

(Ulrike Ruf)




Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.

Aber die Dankbarkeit verwandelt
die Erinnerung in eine stille Freude.

Man trägt das vergangene Schöne
nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

(Dietrich  Bonhoeffer)





Unsere Lieben wachsen,
wenn sie gegangen sind,
in uns hinein,
werden Teil von uns,
geben uns ihre Liebe und Kraft.
Und am Ende bewahren
wir sie unsichtbar in uns.

(Katrin Horstmann)

Glaube mir:
In allem, was wir eine Versuchung, ein Leid oder eine Pflicht nennen, ist die Hand eines Engels im Spiel.

(Fra Giovanni)



Wir sind Engel mit nur einem Flügel - um fliegen zu können müssen wir uns umarmen.

(Irisches Sprichwort)



Die Schutzengel unseres Lebens fliegen manchmal so hoch, dass wir sie nicht mehr sehen können, doch sie verlieren uns niemals aus den Augen.

(Jean Paul Richter)


Engel-Tage

Manchmal wünsche ich,
ein Engel käme und nähme mich in die Arme,
wenn alle anderen mir die kalte Schulter zeigen.

Manchmal wünsche ich,
ein gutes Wort dringt an mein Ohr,
wenn die schlimmen Nachrichten meine Seele lähmen.

Manchmal wünsche ich,
einen freundlichen Blick der mir begegnet,
wenn Blicke mich schneiden und wir aneinander erstarren.

Manchmal wünsche ich mir einen Engel,
der mich an die Hand nimmt und mit einem Händedruck
mich spüren lässt: Ich bin mit dir und für dich.

(Verfasser unbekannt) (vielen Dank Tanja)

Und hier geht's weiter zu den

Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!