Schwangerschaft

Eigentlich wussten wir beide, dass wir immer gemeinsame Kinder wollten, aber nie war dafür der richtige Zeitpunkt. Aber ein Zeitpunkt läßt sich sowieso nicht bestimmen und irgendwann war es dann soweit ... am
06. Juli 2000 hielt ich meinen ersten positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Das war damals schon ein eigenartiges Gefühl - einfach unbeschreiblich und wunderschön.

         

         Eric in der 9. Woche                                                    Eric in der 11. Woche     

         

Der schönste Tag in unserem Leben wurde auf den 19. Februar angesetzt, da unser kleiner Spatz dort geboren werden sollte.

Die Zeit der Schwangerschaft verlief relativ normal und es gab soweit auch keine Probleme. Da wir damals noch nicht wussten, ob wir einen Sohn oder eine Tochter bekommen einigten wir uns auf den "Arbeitstitel FRIDOLIN". Jeden Abend zogen wir die Elefantenspieluhr (welche somit auch Fridolin hieß) für unser Baby auf, und es wurde irgendwie zum Ritual, welches Mirko und ich sehr genossen.

Eric's Spieluhr ~Fridolin~

Bei einer normalen Vorsorgeuntersuchung am 11. November spielten mir meine Blutdruckwerte allerdings einen Streich und ich musste ins Krankenhaus. Okay, es flossen Tränen aber wir wollten doch alles tun, damit es "Fridolin" gut ging.

Im Krankenhaus sagte man mir dann, dass die Werte nicht optimal waren und man überlegte mich in die Uniklinik zu verlegen, um eventuell eine strengere Überwachung bzw. ein frühzeitges Einleiten der Geburt durchzuführen.

Zu dieser Zeit war ich in der 27. Woche, und dass meine Angst riesengross war, brauch ich hier sicher niemanden erklären. Ich hab "Fridolin" immer erzählt, dass er doch bitte noch bis Weihnachten aushalten solle, denn dann würde er es garantiert schaffen.

Ja, unser Zureden hat super geholfen und nach ca. 14 Tagen durften wir gesund und munter nach Hause gehen. Wie waren wir glücklich ... Wir genossen unsere vorweihnachtliche Zeit miteinander und fingen nun langsam an die Tage zu zählen.

Am 15. Dezember war ich wieder zu einer normalen Kontrolluntersuchung bei meiner Frauenärztin, und sie stellte damals fest, dass Erics Wachstum nicht optimal sei. Sie meinte, dass er ungefähr eine Woche zurückliegen würde, was mir aber nicht wirklich angst machte.

Ich weiß noch genau, dass ich so bei mir dachte, dass die "Kreuzchen" im Ultraschall vielleicht einfach ein wenig "verrutscht" waren, und das das schon mal sein kann ...

Heute frage ich mich, warum war ich nicht damals schon wachsamer, warum klingelten nicht sofort alle Alarmglocken in mir um hellhörig zu werden.

Ich wusste an diesem Tag nicht, dass ich Eric bei der Untersuchung zum letzten Mal lebend gesehen habe. Was würde ich darum geben, um diesen Tag noch einmal wiederholen zu können, um meinem kleinen Sohn vielleicht doch ein Leben zu ermöglichen...

Ja, und dann kam der Tag der unser gesamtes bisheriges Leben von einer Minute auf die andere - auf den Kopf stellte.

Am 29. Dezember 2000 - ich war damals in der 34. Woche stand wieder eine Vorsorgeuntersuchung auf dem Programm. Morgens um 9.00 Uhr saß ich noch voller Freude im Wartezimmer ...

Nachdem ich dann ans CTG angeschlossen war wunderte ich mich schon, dass es diesmal solange dauerte bis ich die ersten Herztöne von "Fridolin" hören konnte. "Komisch, - aber nicht gleich aufregen, er wird sich schon gleich melden".

Leider tat er das nicht mehr, und die Ärztin versuchte mir ganz liebevoll und ruhig zu erklären was passiert war.

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